Fragt man die Musiker der Rodgau Monotones nach dem Status ihrer Band hört man Sätze wie „Wir sind ein unzerstörbarer Anachronismus“. Da klingt ein wenig Selbstironie an, auch sympathisches Understatement, vor allem aber viel Selbstbewusstsein. Schließlich ist die Band aus dem hessischen Hinterland seit 1977 unterwegs.

Wer die Rodgau Monotones aufgrund all der Hessizismen und unüberhörbarem Lokalkolorit in den Texten nach wie vor für ein regionales Phänomen begreift, schaue sich einmal die Geschichte der Rodgau Monotones im Zeitraffer hier im Anhang an. Da wird schnell deutlich, dass die Gruppe ein unverzichtbarer Teil der deutschen Rockgeschichte ist. 

Viele Songtitel auf dem neuen, inzwischen 14. Studioalbum, augenzwinkernd-angeberisch „Genial“ getauft, signalisieren das „Vollgas“, „Mama Lauda“ (sprich „Mach’ mal lauter“), „Wie geil ist das denn“, „Wenn’s abgeht“, „Das macht uns keiner nach“ (mit dem Credo: Lieber laut als tot …) und „Immer noch Spaß“.  Ihren größten Hit hatten sie mit „Die Hesse komme“, den nahezu jeder Bürger des Landes kennt.